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Yuseido - Die intelligente Selbstverteidigung

Im Rahmen des LOS-Mikroprojektes sollen Jugendliche erlernen, was es bedeutet, "konfliktfähig" zu sein. Mithilfe von professionellen Ausbildern und Trainern sollen den Jugendlichen verschiedene Konfliktlösungsstrategien aufgezeigt werden. Außerdem werden den Teilnehmern verschiedene Techniken zur Selbstverteidigung beigebracht. Gleichzeitig wird den Jugendlichen vermittelt, dass die erlernten Techniken nur im Notfall anzuwenden sind,  d.h., wenn keine andere Möglichkeit zur Konfliktbewältigung vorliegt.

Durch das Mikroprojekt werden die Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu einer starken, selbstsicheren Persönlichkeit unterstützt. Alle vermittelten Kompetenzen sind nicht nur wichtig, um im privaten, sondern auch,  um im beruflichen Leben bestehen zu können.

 

 

Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos.

Konzeption und Beschreibung des LOS-Mikroprojektes

Träger:

Yuseido Kampfkunstschule
für realistische Selbstverteidigung Boris Cazin

Selbstverteidigung für Jugendliche

Konzeption und Beschreibung des LOS-Mikroprojektes

 

Zielgruppe:

Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund der 9. und 10. Klasse Haupt- und Realschule aus Bergheim Süd-West

 

Laufzeit:

Bis März

 

Durchführungsort:

Turnhalle der Geschwister-Scholl-Realschule
Chaunyring 11-13
50126 Bergheim

Projektbeschreibung:

"Yuseido - Der Weg der überlegenen Kraft“
 ist eine effektive Art der Selbstverteidigung, die darauf ausgelegt ist, schnell physische Konflikte zu lösen. Das übergeordnete Ziel im Yuseido ist, den Aggressor auszuschalten…und dass ohne größere Verletzungen zu verursachen.
Da lediglich natürliche Bewegungen ohne extreme Gelenkigkeit oder höchsten Krafteinsatz ausgeführt werden, passt sich Yuseido den individuellen körperlichen Bedingungen perfekt an.

In einer respektvollen Atmosphäre sollen die teilnehmenden Jugendlichen lernen, wie sie adäquat mit immer wieder auftretenden Konfliktsituationen umgehen bzw. wie sie sich im Ernstfall selbst verteidigen können.
Die Kommunikation zwischen Projektleitung und den TeilnehmerInnen soll auf Augenhöhe stattfinden, um so ein Miteinander zu erleichtern. Die Jugendlichen können somit auch leichter ein Gespür dafür entwickeln, was respektvoller Umgang miteinander bedeutet.
Trainiert wird in gemischt geschlechtlichen Gruppen.
Dies begründet sich zum einen daraus, dass Frauen in der Regel von männlichen Tätern angegriffen werden und sie sich durch das gemeinsame Training daran gewöhnen, sich einem vermeintlich stärkeren Gegner zu stellen. Zum anderen fördert das Training in einer gemischt geschlechtlichen Gruppe den Respekt der Jugendlichen untereinander, wodurch eventuell vorhandene Vorurteile/Hemmschwellen bezogen auf das andere Geschlecht leichter abgebaut werden können.

 

 

Betreuung:
Die Jugendlichen werden durch einen professionell ausgebildeten Trainer und von ihm ausgebildeten Lehrern betreut und unterrichtet.
Da die Zielgruppe gemischt geschlechtlich ist, wird dies auch bei den durchführenden Fachkräften der Fall sein. Hierdurch soll den TeilnehmerInnen auch eine entsprechende geschlechtsspezifische Sichtweise vermittelt werden.


Durchführung:

Jede Trainingseinheit beginnt mit einigen kurzen Aufwärmübungen, um etwaigen Verletzungen während des Trainings vorzubeugen. Im nächsten Schritt werden den Jugendlichen verschiedene Schlag- und Abwehrtechniken vermittelt.
Diese Techniken werden während des gesamten Projektes immer wieder wiederholt und untereinander angewendet. Hierdurch soll sicher gestellt werden, dass sich das Erlernte verfestigt und jederzeit in einer Notwehrsituation abrufbar ist.
Des Weiteren wird den Jugendlichen immer wieder klar gemacht, dass das Erlernte nur in absoluten Notwehrsituationen anzuwenden ist. Ihnen soll klar sein, dass Gewalt keine Problemlösungsstrategie ist. Vielmehr sollen ihnen Wege zur friedlichen Konfliktlösung aufgezeigt werden.


Zielsetzungen:

 

 

Stärkung des Selbstbewusstseins/Verbesserung des Auftretens/Stärkung der Selbstsicherheit:

-Wie wirke ich auf andere?
-Wie trete ich auf und was bewirkt das?
-Was kann/was möchte ich an meiner Außenwirkung verbessern?
-Was verunsichert mich und wie gehe ich damit um?
-Wie gehe ich mit meinen Ängsten um?

 

 

Sensibilisierung in der Konfliktbewältigung und Stärkung der Konfliktfähigkeit:
-Wie kann ich Konflikten aus dem Weg gehen?
-Wie gehe ich mit Konflikten um?
-Was bedeutet Konfliktfähigkeit?
-Was ist typisches Täter/Opfer-Verhalten?

 

 

Aufbau bzw. Stärkung von gegenseitiger Akzeptanz und Respekt/Veränderung der geschlechtsspezifischen Sichtweisen:

-Wie gehe ich mit Frauen/Männern um?
-Wie sehe ich das andere Geschlecht?
-Handel ich im gegenseitigen Miteinander respektvoll?
-Kann ich unterschiedliche, geschlechtsspezifische Sichtweisen verstehen und tolerieren?

 

 

 

Durchhaltevermögen:

Es erfordert Geduld und Durchhaltevermögen die einzelnen Techniken zu verinnerlichen.
Die Jugendlichen müssen mitunter während des Trainings durch die Kursleitung zum Durchhalten animiert werden. Durch gegenseitige Motivation und Erfahrungsaustausch mit den Trainern erlernen sie Techniken, sich selbst zu motivieren, um ihr Ziel zu erreichen. Wenn die Jugendlichen diese positive Erfahrung gemacht haben, können sie diese auch in das reale Leben, z.B. in Schule und Beruf übertragen.

 

Aggressionsabbau:

 

Viele Jugendlichen kennen keine Konfliktlösungsstrategien und stehen der eigenen inneren Aggression oft hilflos gegenüber, da sich ihnen kein Ventil bietet. Im geschützten Rahmen der Trainingseinheiten können die Jugendlichen überschüssige Energien freisetzen, bzw. haben sie die Möglichkeit, Aggressionen am Sandsack abzubauen. Die Jugendlichen sollen die Erfahrung machen, dass es auch hier verschiedene Problemlösungsstrategien gibt.


 

Teamfähigkeit:
Wie arbeitet man in einem Team?
Wie verständigt man sich in einem Team?
Wie kann man diese "Worthülle" für sich selber mit Bedeutung füllen? (Praktische Erfahrungen)


Was lernen die Jugendlichen in diesem Mikroprojekt?

Wie bereits vorab in den Zielsetzungen beschrieben, werden über dieses Mikroprojekt verschiedenste Schlüsselqualifikationen gestärkt und ausgebildet.
Die Jugendlichen werden in die Lage versetzt, sich selbst und andere zu reflektieren. Sie wissen was Konfliktfähigkeit bedeutet und lernen auch über die Trainingseinheiten mit konstruktiver Kritik umzugehen.
Durch das Mikroprojekt werden die Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu einer starken, selbstsicheren Persönlichkeit unterstützt. Alle vermittelten Kompetenzen sind nicht nur wichtig, um im privaten, sondern auch und vor allem um im beruflichen Leben bestehen zu können.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung der gegenseitigen Akzeptanz. Die Jugendlichen lernen sich in ihrer Andersartigkeit zu akzeptieren und die positiven Aspekte in der Andersartigkeit zu sehen.


www.bergheim-sued-west.de
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gefördert durch: